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Unterstützung internat. HIV/AIDS-Projekte: Reise in die Ukraine – Part 4 Matthias

Zum Schluss der Serie ein paar sehr persönliche Eindrücke zur Reise in die Ukraine

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Ich möchte Gery und seinem Team ganz herzlich danken, dass ich in meiner Funktion als Vorstandsmitglied an dieser Reise teilnehmen durfte. Für mich waren diese fünf Tage eine sehr einschneidende Erfahrung in meinem Leben. Ich habe bisher etwas mehr als drei Jahre in Russland und Polen verbracht und habe ein gewisses Verständnis für die Bevölkerung des ehemaligen Ostblocks entwickelt. Obwohl die Sowjetunion vor knapp 20 Jahren zusammen gebrochen ist, merkt man sehr schnell, dass der Wandlungsprozess zu einer westlichen Marktwirtschaft noch lange nicht abgeschlossen ist und dass in diesem Prozess ganze Gesellschaftsschichten auf der Strecke geblieben sind.

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Durch meine Recherchen, die ich für den Life Ball vor unserer Abreise gemacht habe, war ich bereits ein wenig auf die Situation vor Ort eingestellt. Allerdings hätte mich keine noch so intensive Recherche auf dieses Elend vorbereiten können. Vor allem die persönlichen Gespräche, die ich mit Betroffenen geführt und teilweise für unsere Gruppe übersetzt habe, haben mich schwer getroffen. Ich bin voller Bewunderung für diese Menschen, die versuchen, trotz Totschweigens seitens der Regierung, jeden Tag aufs Neue, diesen Kindern und Jugendlichen zu helfen.

Kiew (c) Reinhard HollIch möchte auch unseren Medienpartnern von der Kronen Zeitung und dem ORF danken. In der Kronen Zeitung war bereits ein ausführlicher Bericht unserer Reise. Der ORF hat uns begleitet und Material für eine „Thema“ -Sendung, die kurz vor dem Life Ball am 17. Juli ausgestrahlt wird, aufgezeichnet. Ich bin davon überzeugt, dass diese Berichterstattung einen wichtigen Beitrag dazu leistet, den vielen Gästen des Life Ball bewusst zu machen, dass der Life Ball nicht nur ein schillernder Event ist, sondern dass jeder Euro, der dadurch eingenommen wird, nationalen wie auch internationalen Projekten zu gute kommt, um das Leid Betroffener zu mildern und die Ansteckung mit HIV zu reduzieren.

Fotos: Reinhard Holl

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Unterstützung internat. HIV/AIDS-Projekte: Reise in die Ukraine – Part 3 Matthias

„Health Right“ und „Tochka Opory“ in Kiew

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„HealthRight“ hat in diesem Jahr begonnen, ein neues Projekt in Kiew aufzubauen, das bereits sehr erfolgreich in Russland umgesetzt wurde. Die Zielgruppe sind Mädchen und junge Frauen im Alter von 15 bis 23 Jahren, die eine besondere Risikogruppe darstellen. Oft ist die schulische Ausbildung so schlecht oder nicht ausreichend, um einen Lebensunterhalt zu verdienen, daher sind viele Mädchen gezwungen, auf der Straße zu leben. Unter anderem verdienen sie ihr Einkommen durch Prostitution. Die Gefahr, sich dabei mit HIV anzustecken, ist vielen dabei gar nicht bewusst.

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Health Right hat es sich zum Ziel gesetzt, eine Organisation aufzubauen, die bis zu 900 jugendliche Mädchen und junge Frauen betreuen kann. Dabei geht es vor allem darum, diverse Informationslücken zu schließen. Einerseits wird Aufklärungsarbeit geleistet, weiters wird der Zugang zur medizinischen Versorgung gesichert und zusätzlich soll es zu einem Informationsaustausch zwischen allen städtischen öffentlichen Einrichtungen kommen, damit diese Mädchen die bestmögliche Betreuung und Versorgung erhalten.

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Auch hier waren wir wieder mit der Sozialpatrouille unterwegs und haben betroffene Mädchen und junge Frauen kennengelernt. Wir hatten auch die Möglichkeit, mit Sozialarbeitern zu sprechen und haben dabei erfahren, dass mittlerweile jeder neunte anonyme HIV-Test in Kiew positiv ist und dass 40% der Mädchen erst bei der Geburt ihres Kindes erfahren, dass sie HIV-positiv sind. Das ist vor allem deswegen erschreckend, weil im Westen mittlerweile bei 99% der HIV-positiven Mütter die Übertragung des Virus auf das Kind verhindert werden kann. Auch hier konnten wir mit jungen Betroffenen und reden und ihre „Behausungen“ besuchen: ein Kellerlabyrinth unter einem Plattenbau, wo durchschnittlich 6 bis 7 Jugendliche zwischen Müll und Dreck leben. Es gibt weder fließendes Wasser noch eine Heizung. Es stehen ein paar alte Möbel herum und den Strom zapfen sich die Jugendlichen vom Haus an. Mehrere von ihnen sind HIV-positiv und brauchen dringend medizinische Behandlung.

„Tochka Opory“ ist eine bisher ehrenamtlich geführte Organisation, die sich um die Bedürfnisse von MSM (men who have sex with men) kümmert. Durch die finanzielle Unterstützung vom Life Ball wird es möglich sein, diese Organisation mit einer finanziellen Basis auszustatten und so deren Tätigkeit auszuweiten. Homosexualität ist in der Ukraine zwar nicht strafbar, allerdings herrscht weiterhin eine starke Diskriminierung gegen diese Bevölkerungsgruppe. 10% von ihnen sind HIV-positiv und viele von ihnen wissen über ihren Status Bescheid, allerdings fürchten sie die Diskriminierung in medizinischen Einrichtungen. Daher verzichten 95% auf eine medizinische Behandlung. „Tochka Opory“ möchte diese Lücke zwischen HIV-Diagnose, dem Beginn der medizinischen Behandlung und dem Leben mit HIV durch Peer Support schließen. Es sollen in der gesamten Ukraine 3500 MSM betreut und ein Netzwerk an diversen Dienstleistern aufgebaut werden. Weiters möchte die Organisation aktiv an der HIV/AIDS-Politik des Landes mitwirken.

Fotos: (c) Reinhard Holl

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Unterstützung internat. HIV/AIDS-Projekte: Reise in die Ukraine – Part 2 Matthias

ODESSA – Projekt “Way Home”

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„Way Home“ wurde im Jahr 1996 gegründet. Mittlerweile betreut die Organisation knapp 20.000 Klienten in 7 Zentren im Großraum Odessa. Die Organisation hat drei Schwerpunkte: Suchtprävention, Obdachlosigkeit und Straßenkinder.

Odessa ist eine der wichtigsten Hafenstädte der Ukraine. Vielleicht ist das ein Grund dafür, dass diese mit einer geschätzten HIV Infektionsrate von 16% der Bevölkerung (160.000 Betroffene) eine der am schwersten betroffenen Städte im Land ist.

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Die UNICEF schätzt, dass 10.000 Kinder in Odessa auf der Straße leben. „Way Home“ betreut jährlich knapp 450 dieser Kinder und Jugendlichen im Alter von 8 bis 22 Jahren. Viele von ihnen leben jahrelang von Betteln, Kleinkriminalität und der Unterstützung durch „Way Home“. Ein großer Teil betäubt den Hunger, das Kältegefühl und die Hoffnungslosigkeit mit Alkohol, Klebstoff oder Drogen. Bis zu 38% der Kinder und Jugendlichen sind HIV positiv. Viele von ihnen leiden allerdings nicht „nur“ an HIV, sondern auch an Tuberkulose und Hepatitis C.

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Täglichen fahren zwei Minivans mit Sozialarbeitern, Ärzten und Juristen aus, um die Kinder vor Ort zu betreuen. Wir durften sie zwei Tage lange begleiten und hatten die Chance, mit einigen Kindern zu sprechen und ihre Lebensgeschichten kennen zu lernen. Viele von ihnen sind soziale Waisen, die zwar noch Eltern haben, aber lieber auf der Straße leben, da sie zu Hause physisch und psychisch misshandelt wurden. Sie leben meistens in der Nähe von Fernwärmeheizleitungen. Diese geben im Winter Wärme ab, sind an vielen Stellen undicht und bieten daher auch einen Zugang zu frischem Wasser. Einige leben in verlassenen und verfallenen Häusern und Kellern. Ihre noch jungen Körper sind mit Narben eines harten Lebens gezeichnet. Am schlimmsten betroffen sind allerdings die, die Drogen nehmen, um ihr Elend zu vergessen. Der Cocktail, den sie sich in die Venen injizieren stoppt das Gefühl von Kälte und Hunger.

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Die Langzeitfolgen sind verheerend. In einem Keller lernen wir vier Jugendliche kennen, die kaum noch sprechen können, die ihre motorischen Fähigkeiten eingebüßt haben und Hilfe dabei brauchen, die von „Way Home“ mitgebrachte Suppe zu essen.  „Way Home“ versucht die Eltern dieser Kinder ausfindig zu machen und sie von der Straße zu holen. Die Kinder werden auf dem harten Weg der Entgiftung und Resozialisierung begleitet und bekommen bei „Way Home“ ein neues Zuhause.

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Die Organisation engagiert sich auch sehr stark im Bereich der Aufklärung und HIV-Prävention. So werden spezielle Informationsmaterialien erstellt und die Kinder in der Prävention, aber auch im Umgang mit HIV-Infizierten geschult. Mehrmals die Woche werden HIV- Schnelltests durchgeführt. Wenn ein Test positiv ist, wird der Betroffene in die örtliche AIDS-Klink gebracht, wo ein endgültiger Test gemacht und die medizinische Behandlung eingeleitet wird. Ohne die Unterstützung von „Way Home“ würden viele der Kinder und Jugendlichen nie ihren HIV-Status erfahren und eine Gefahr für ihre Freunde und sich selbst darstellen. Auch hätten sie keinen Zugang zu medizinischer Versorgung, da viele keine Dokumente mehr haben. Ein weiteres Projekt von „Way Home“ ist ein Kindergarten für HIV-positive Kleinkinder und für Risikofamilien. Diese Einrichtung ermöglicht es den betroffenen Eltern, einer regelmäßigen Arbeit beziehungsweise ihrer medizinischen Behandlung nachzugehen und verhindert damit, dass diese Familien ins soziale Elend abrutschen.

Im nächsten Blog-Beitrag gibt es mehr Informationen zu den Projekten von HealthRight“ und „Tochka Opory“ in Kiew.

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Unterstützung internat. HIV/AIDS-Projekte: Reise in die Ukraine – Part 1 Matthias

Internationale HIV/ AIDS Präventionsprojekte in der Ukraine

Am Bild Matthias Spacek, Elisabeth Starkl, Doris Pommerening, Maria Maager, Gery Keszler, Sergey Kostin, Mohammed Osman, (c) Reinhard Holl

Am Bild: Matthias Spacek, Elisabeth Starkl, Doris Pommerening, Maria Maager, Gery Keszler, Sergey Kostin, Mohammed Osman, (c) Reinhard Holl

Mitte April hat sich ein Teil des Life Ball Teams – Gery Keszler, Doris Pommerening, Elisabeth Starkl, Maria Maager und Matthias Spacek (Vereinsvorstand AIDS LIFE) – auf eine mehrtägige Reise in die Ukraine begeben. Denn dieses Jahr werden durch die Einnahmen des Life Ball in Kooperation mit der Elton John AIDS Foundation drei HIV/AIDS Präventionsprojekte in Kiew und Odessa unterstützt. Begleitet wurden wir auf unserer Reise vom ORF, der Kronen Zeitung und Vertretern von T-Mobile und REWE, die diese Projekte finanziell unterstützen.

Die Ukraine hat mit 1,63% der über 15-jährigen Bevölkerung die mit Abstand höchste HIV-Infektionsrate in Europa. Obwohl das Land gerade einmal 370 km von Österreich entfernt ist, seit mehreren Jahren eine pro-westliche Politik betreibt und langfristig der EU beitreten möchte, steckt die Prävention von HIV/AIDS noch in den Kinderschuhen. Erst Ende 2009 startete zum ersten Mal eine flächendeckende Informationskampagne. Das erklärt vielleicht auch die Tabuisierung des Themas HIV/AIDS und die damit einhergehende Diskriminierung der Betroffenen innerhalb der Bevölkerung.

Projekt Way Home, Social Patrol, (c) Reinhard Holl

Projekt Way Home, Social Patrol, (c) Reinhard Holl

Unsere Reise ging zuerst von Wien über Kiew nach Odessa, wo wir das Projekt „Way Home“ besucht haben, das sich auf die Arbeit mit Straßenkindern in Odessa und der Umgebung spezialisiert hat. Nach zwei intensiven und ereignisreichen Tagen sind wir zurück nach Kiew geflogen, wo wir uns zwei weitere Projekte angesehen haben. Einerseits konnten wir hier ein neues Projekt von Health Right International kennen lernen. Dieses hat sich zum Ziel gesetzt, jugendliche Mädchen und junge Frauen, eine Risikogruppe in Kiew, vor einer HIV/AIDS Infektion zu bewahren und andererseits jene zu unterstützen, die bereits infiziert sind. Das dritte Projekt „Tochka Opory“ widmet sich dem Thema Men who have sex with Men (MSM). Diese Risikogruppe zeichnet sich durch eine hohe HIV-Infektionsrate und durch einen Mangel an Informationen und medizinischer Versorgung aus.

(c) Reinhard Holl

Projekt Way Home, (c) Reinhard Holl

Insgesamt hat das Team fünf ereignisreiche und emotional bewegende Tage durchlebt, in denen wir intensiven Kontakt zu Betroffenen hatten. Wir konnten einen Einblick gewinnen, wie engagierte Menschen in der Ukraine HIV/AIDS den Kampf ansagen und die erste Pionierarbeit in diesem Land leisten.

Mehr Informationen zu den einzelnen Projekten und unseren Erfahrungen folgen in den nächsten Tagen auf unserem Blog.

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Philippe‘s Projekt bringt Aufmerksamkeit für HIV/AIDS Martina

(c) T-Mobile Austria GmbHNach den ernüchternden Ergebnissen der Studie rund um die Wahrnehmung von HIV/AIDS in Österreich, gibt es nun einen jungen Mann, der aktiv etwas gegen die Wissensdefizite von Herr und Frau Österreicher tun will: Philippe Andrianakis. Philippe ist ein wahnsinnig engagierter und entschlossener 20-Jähriger der sich für eine wichtige Sache einsetzt und mit seinem offenen Wesen sofort das ganze Life Ball Team – und mittlerweile auch schon viele, viele Facebook-Mitglieder – begeistert hat.

Bei seinem Projekt „Jeder Schritt zählt“, bei dem Philippe zu Fuß durch ganz Österreich geht, wird er unterstützt von T-Mobile. Das Unternehmen will – neben dem Engagement beim diesjährigen Life Ball am 17. Juli – mit seinen Produkten und Dienstleistungen Philippe dabei helfen, Menschen rund um das Thema HIV/AIDS aufzuklären und zu mobilisieren.

Wie alles begann…
T-Mobile hat sich auf die Suche nach einem außergewöhnlichen Projekt gemacht und Menschen dazu auf Österreichs Straßen befragt, welches Projekt sie schon immer verwirklichen wollten. Gefunden wurde Philippe. Seine Idee: durch eine wirklich außergewöhnliche Aktion möglichst viele Menschen dazu zu bewegen, HIV/AIDS mehr Beachtung zu schenken und rund um das Thema aufzuklären. Deshalb wird Philippe ab heute bis 4. Juli zu Fuß von Bregenz nach Wien gehen.

Das Thema HIV/AIDS ist Philippe ein besonderes Anliegen, weil er schon sehr früh damit konfrontiert wurde: Ein Freund der Familie ist an AIDS gestorben. Diese persönliche Betroffenheit und die Erfahrung mit Anfeindungen und Vorurteilen haben ihn dazu veranlasst, seinen Zivildienst bei der AIDS-Hilfe Steiermark zu leisten. Und nun will er sein Engagement in diesem Bereich fortsetzen.

Für sein Projekt wurde Philippe mit einem Handy ausgestattet, mit dem er auch via Social Networks wie Facebook laufend über seine Erlebnisse berichtet. Philippe freut sich natürlich besonders darüber, wenn ihn Menschen ein Stück auf seinem Weg durchs Land begleiten, deshalb postet er auch immer fleißig auf Facebook, wo er gerade unterwegs ist.

Im Rahmen dieser Aktion wird übrigens auch Geld gesammelt, u.a. durch den Verkauf von Red Ribbons und über die SMS-Spenden-Hotline 0676-800 7676*. Die Spenden kommen unserem Verein AIDS LIFE zugute, um damit HIV-infizierte, notleidende Menschen zu unterstützen. Wenige Tage vor dem Life Ball 2010 wird Philippe in Wien erwartet, wo er die gesammelten Spenden AIDS LIFE  übergeben wird.

Das ganze Life Ball Team wünscht Philippe alles Gute für seinen Weg, auf dem ihn hoffentlich viele Leute ein Stück begleiten.

Hier findet ihr noch mehr Infos zu Philippe’s Projekt und könnt auch Kontakt zu ihm aufnehmen:

Website: www.philippes-projekt.at/
Facebook: www.facebook.com/philippes-projekt
Youtube: http://www.youtube.com/watch?v=CUvU0Y6ptNM&feature=player_embedded

*www.lifeball.org

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GfK-Studie: Österreicher wollen mehr Informationen über HIV/AIDS Martina

Diese Woche wurden die Ergebnisse einer GfK-Studie zum Thema HIV/AIDS präsentiert, die durchaus erschreckend sind. Die Studie zeigt großes Wissensdefizit, vor allem bei Menschen mit niedrigerem Bildungsniveau. Erstmals wurde eine derartige Studie in ganz Österreich und in sämtlichen Altersgruppen rund um die Wahrnehmung von HIV/AIDS durchgeführt. Dabei ist durchaus ernüchternd, wie Herr und Frau Österreicher über die Viruserkrankung denken und wie mit der Problematik umgegangen wird. Außerdem sind viele beim Schutz gegen sexuell übertragbare Infektionen sehr fahrlässig – nur rund 50% der Befragten schützen sich. Grundsätzlich gilt: Mit abnehmendem Bildungsniveau sinkt auch das Wissen über die Thematik.

Sehr deutlich wird die Unwissenheit auch bei Zustimmungen zu Aussagen wie “Menschen, die normal leben, bekommen kein HIV/AIDS“ (40%) oder „AIDS ist eine Krankheit, mit der sich nur Homosexuelle und Drogensüchtige anstecken“ (26%). Auf der anderen Seite besteht aber bei mehr als der Hälfte der Befragten durchaus das Bedürfnis, mehr über den Virus und die Krankheit zu erfahren. Über ein Drittel gibt sogar an, dass sie das „Thema HIV/AIDS sehr interessiert“. Denn obwohl 98% der österreichischen Bevölkerung ab 15 Jahren die Begriffe HIV und AIDS bereits mindestens einmal gehört haben, fühlt sich ein Viertel eher schlecht bis sehr schlecht informiert. Erst mit steigender Schulbildung steigt auch deutlich das subjektive Gefühl, sich gut auszukennen. 6 von 10 Österreicher sind der Ansicht, dass noch immer – oder wieder – viel zu wenig über HIV/AIDS gesprochen wird, wobei hier deutlich wird, dass jene Menschen, die sich gut über das Thema informiert fühlen, noch deutlicher Aufklärung/Information fordern, als jene, die sich weniger gut informiert fühlen.

Problematisch ist nach wie vor, was Herr und Frau Österreicher aktiv unternehmen, um sich vor HIV zu schützen: Knapp jeder Zweite gibt an, sich zu schützen, aber nur die Hälfte davon verwendet dazu ein Kondom.

Dabei stieg die Zahl der jährlich neu diagnostizierten HIV-Infektionen in Österreich in den letzten zehn Jahren von 313 auf durchschnittlich 500 pro Jahr an – das sind 1-2 Personen täglich. (Quelle: Österreichischer HIV-Kohortenstudie 2010, Lancet 2008; 372: 293–99; Pszniak A:THPL0101)

Dabei stellt die häufige späte Diagnose ein großes, aber europäisches/weltweites Problem dar. Die Angst vor Diskriminierung und Stigmatisierung sind gewichtige Gründe für eine gewisse „Scheu“ einen Test machen zu lassen.

DurexDabei gilt allerdings heute: Treatment is Prevention – eine HIV-Infektion muss heutzutage nichtmehr zwingend zum Ausbruch von AIDS führen. Aufgrund der guten Behandlungsmöglichkeiten bei uns haben Infizierte eine nahezu ‚normale/durchschnittliche’ Lebenserwartung. Deshalb ist es notwendig zum Test zu gehen, um frühzeitig eine HIV-Infektion zu erkennen und zu behandeln.

Grundsätzlich könnte jede dieser Infektionen verhindert werden. Prävention ist sowohl kostengünstig als auch machbar!

Hier gibt’s die Studie zum Download

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Vortanzen bei Prof. Elmayer Martina

DebütantInnen Casting„Darf ich bitten?“ zum Life Ball

Am Sonntag hat in der Tanzschule Elmayer das Vortanzen der DebütantInnen für die Life Ball Eröffnung stattgefunden. Insgesamt werden am 17. Juli 100 Paare die große Eröffnungszeremonie am Rathausplatz zu den Klängen des Ensemble Wien Klang einleiten.

Die Choreographie und Leitung des Jungdamen- und Jungherrenkomitees übernimmt bereits zum zweiten Mal Prof. Thomas Schäfer-Elmayer und sein Team – keine DebütantInnen Casting (20)leichte Aufgabe, da der Rathausplatz den wohl ungewöhnlichsten und größten Ballsaal Wiens bildet.

Aus hunderten Bewerbungen wurden 128 junge, tanzbegeisterte Paare eingeladen, bei der Traditionstanzschule Elmayer unter den strengen Augen von Prof. Thomas Schäfer-Elmayer, Tanzlehrer Dominik Truschner und Life Ball Organisator Gery Keszler ihre Linkswalzerkenntnisse unter Beweis zu stellen. Diese waren zum Teil wirklich sehr beeindruckend!

DebütantInnen Casting (18)20 der ausgewählten Paare bekommen schließlich zusätzlich auch noch die Möglichkeit, den Red Ribbon Cotillion im Wiener Burgtheater zu eröffnen, für die sich ebenfalls die Tanzschule Elmayer verantwortlich zeichnet.

Mehr Bilder vom “Casting” gibt’s auf unserer Facebook Seite www.facebook.com/lifeball.

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Ein Ohrenschmaus Martina

Probe - Panorama 1

Nachdem unsere engagierten Musikerinnen und Musiker des Ensemble Wien Klang und die Mitglieder des Philharmonia Chor Wien bereits letzte Woche schon so fleißig geübt haben, fanden diese Woche Mittwoch und Donnerstag noch weitere Orchesterproben statt. Unter der Leitung von Dirigent Aziz Sadikovic und Chorleiter Walter Zeh gaben alle ihr absolut Bestes und ließen die Studiobühne im Wiener Ronacher sprichwörtlich erbeben.

Mit dabei war auch unser lieber Gery Keszler, der es sich auf keinen Fall nehmen ließ, bei den Proben zuzuhören. In der Pause nutzte er dann sogar die Gelegenheit, um selbst zu „musizieren“ und von einem unserer Profis Violine spielen zu lernen. Für den Anfang war’s gar nicht schlecht. Es waren zwar ein paar schiefe Töne (dabei), allerdings ist das nicht weiter aufgefallen. Schließlich haben ringsherum sowieso alle ihre Instrumente gestimmt und wir wissen ja mittlerweile, dass sich das selten harmonisch anhört – Glück gehabt…

Die Darbietungen der Profi-Musiker haben aber sehr, sehr gut geklungen! Wir dürfen uns auf große Stücke bei der Life Ball Eröffnung am 17. Juli freuen!

Das Life Ball Team dankt ganz herzlich:

Den MusikerInnen und SängerInnen, dem Produktionsteam von Beat 4 Feet Productions (Leitung: Martin Gellner), den Vereinigten Bühnen Wien (insbesondere Frau Mag. Risska und dem Team von Kurt Friedl), AKG, Martin Vetters, Martin Breinschmied (Instrumentenverleih), Backstage und Mister Master.

Three Heads

Martin Gellner (Beat 4 Feet), Gery Keszler (Life Ball), Werner Stranka (Beat 4 Feet)

Tontechniker

Sebastian & Alex (Ton)

Hier noch ein paar mehr Fotos von den Proben. Mehr davon findet ihr auf unserer Facebook-Seite: www.facbook.com/lifeball.

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Wien im Juli 2010: Wichtige Veranstaltungen rund um HIV/AIDS Martina

Menschenrechtsmarsch am 20. Juli mit Live Auftritt von Annie Lennox

Von 18. bis 23. Juli 2010 beschäftigt sich die Internationale Aids-KonferenzAIDS 2010 – heuer in Wien mit aktuellen Entwicklungen rund um die Themen HIV und AIDS – mit Schwerpunkt Osteuropa und Zentralasien. Organisiert von der International AIDS Society (IAS), gilt sie als das bedeutendste internationale Treffen in diesem Bereich und dient als Plattform zur Diskussion und Veröffentlichung wissenschaftlicher, sozialer und politischer Entwicklungen.

Aufgrund dieser international hoch angesehenen Veranstaltung wird auch der Life Ball heuer nicht wie gewohnt im Mai, sondern erst am 17. Juli stattfinden – als Auftakt zu AIDS 2010.

Zusätzlich gibt es im Juli anlässlich der Konferenz noch viele weitere Veranstaltungen zum Thema HIV/AIDS, wie bspw. den Menschenrechtsmarsch mit der anschließenden Menschenrechtskundgebung am 20. Juli in Wien.

Höhepunkt dieser Veranstaltung wird der Live-Auftritt der international gefeierten Sängerin, Songwriterin und AIDS-Aktivistin Annie Lennox sein.

Zur Kundgebung werden mehr als 15.000 Menschen erwartet – darunter Wienerinnen und Wiener ebenso wie Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Internationalen Aids-Konferenz, die unter dem Motto „Rights Here, Right Now“ steht.

Die Kundgebung wird als Teil der Kampagne “Menschenrechte und HIV/AIDS: Jetzt erst recht” von einem globalen Zusammenschluss von Organisationen, wie The Sing Campaign von Lennox, der International AIDS Society und dem Open Society Institute, sowie lokalen Organisationen, wie der Aids Hilfe Wien und der Homosexuellen Initiative Wien (HOSI) veranstaltet.

Nähere Informationen gibt es auf www.HivHumanRightsNow.org.
Informationen zum Life Ball: www.lifeball.org

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Mit Pauken und Trompeten… Martina

Orchesterprobe1Gestern haben die Orchester-Proben für die Eröffnung des Life Ball 2010 am 17. Juli begonnen. Mitglieder des Ensemble Wien Klang treffen sich dafür diese Woche von Montag bis Donnerstag im Studio Wiener Symphoniker und probieren fleißig unter der Leitung von Dirigent Azis Sadikovic. Dabei stellen sich viele junge Musikerinnen und Musiker in den Dienst der guten Sache und unterstützen den Life Ball ehrenamtlich mit ihrem großen musikalischen Talent und ihrer Zeit.

Es ist übrigens ein besonderes Erlebnis bei so einer Orchesterprobe dabei zu sein. Auch die Vorbereitung darauf – also das Einspielen und Stimmen – ist durchaus spannend. Da kommt beim Laien unweigerlich immer wieder die Frage auf, wie man sich bei so vielen verschiedenen Tönen und Instrumenten auf einmal noch auf sein eigenes konzentrieren kann… Aber offensichtlich klappt es, denn das Zusammenspiel hat sich schon sehr, sehr gut angehört.

Was genau das Orchester gerade für den 17. Juli einstudiert, ist noch streng geheim. Aber so viel kann schon mal verraten werden: Es ist sehr beeindruckend, wenn die jungen Leute aufspielen!

Vielen Dank an die engagierten Musikerinnen und Musiker sowie die Mitglieder des Philharmonia Chor Wien für ihren Einsatz, aber auch an Martin Breinschmid und die Universität für Musik und Darstellende Kunst für die Zurverfügungstellung der Instrumente! Ermöglicht wurden die Proben durch die Wiener Symphoniker Tonaufnahmeges.m.b.h..

Nächste Woche geht’s dann übrigens weiter mit den Proben. Also: Fortsetzung folgt…

In der Zwischenzeit gibt es hier noch einige Bilder. Mehr davon findet ihr auf unserer Facebook-Seite: www.facbook.com/lifeball.